Wieder einmal sieht die Wettervorhersage für die nächste Woche nicht gut aus. Heute soll es nochmal schön werden. So fahren wir zum Morgenspaziergang nach Marbella um dort an der Promenade entlang zu wandern. Wir parken in der Nähe vom Manuka und haben von dort einen schönen Blick auf La Concha im Sonnenaufgangslicht.
Pico de la Concha in der Morgensonne
Wir laufen die 100 Meter zur Promenade, wo uns die Sonne über dem Meer erwartet.
Morgensonne
Nach dem Spaziergang frühstücken wir im Manuka. Die Aussicht ist immer wieder toll. Besonders, wenn die Sonne so scheint, wie heute. Um kurz nach 9:00 Uhr ist es auch noch sehr schön ruhig und es sind kaum Menschen unterwegs auf der Promenade.
Frühstück im Manuka
Frühstücks-Aussicht
Am Nachmittag fahren wir ins Sonora Beach (https://sonorabeach.es/). Einem Restaurant, das wir kennen, zumindest im Vorbei gehen. Auf dem Parkplatz vom Sonora Beach starten wir immer mal wieder einen unserer Morgenspaziergänge. (Insider: Den dritten Abschnitt). Das Ambiente ist toll, das Essen verspricht mehr, als es am Ende gehalten hat, zumindest meines. Nina ist sehr zufrieden. Wir wollen nochmals her um dem Restaurant eine zweite Chance zu geben.
Der Tag beginnt mit einem Morgenspaziergang am Meer. Heute soll es endlich wieder einmal sonnig werden. Es scheint so, als ob die Vorhersage stimmt.
Sonnenaufgang um 08:18 Uhr
Sonnenaufgang
Nach einem leckeren Frühstück im BYOKO fahren wir in die Sierra Bermeja. Letzte Woche gab es Schnee auf dem Gipfel, der Luftlinie nur 8 km Luftlinie von unserem Zuhause entfernt ist. (siehe: Schnee). Der kurvenreiche Weg dorthin ist dann aber doch deutlich weiter als 8 km. 1.200 Höhenmeter sind zu überwinden.
Der Weg in die Sierra Bermeja
Die letzten 5 km ist die Straße sehr eng, etwas breiter als ein Auto. Es kommt, wie es kommen muss: Wir haben Gegenverkehr.
Oben angekommen ist die Sicht diesig, von unten sah es klarer aus. Man kann Marbella (links) erkennen Estepona liegt rechts, außerhalb des Bildes.
Aussicht aus der Sierra Bermeja
Auch die Temperaturen sind niedrig, wir sind unten bei 17 Grad los gefahren. Hier oben hat es gerade mal 5 Gard. Auf dem Weg zurück haben wir nochmal Gegenverkehr, dieses Mal aber an einer Stelle, an der das Ausweichen deutlich einfacher ist. Am Nachmittag gehen wir auf einen Kaffee ins La Buena Vida, endlich wieder einmal nach all dem vielen Regen. Die Sonne und den Blick aufs Meer genießen. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist nicht so gut: Morgen wolkig, aber trocken, und die kommenden Tage sind wohl eher – mal wieder – von Regen geprägt:
Wettervorhersage für die kommende Woche
Wir hoffen, dass es besser wird als die Vorhersage sagt.
Auf unserem heutigen Morgenspaziergang überrascht uns gleich zweierlei: Kurzzeitig regnet es, obwohl alle Wettervorhersagen keinen Regen angekündigt hatten, und auf dem Rückweg sehen wir sogar Schnee.
Schnee auf dem Sierra Bermeja
Die Sierra Bermeja mit einer Höhe von 1.450 m ist nur 8 km Luftlinie entfernt – sozusagen unser Hausberg, den wir von unserer Unterkunft aus sehen. Gegen Mittag ist der Schnee wieder verschwunden. Am Nachmittag sitzen wir bei einem Kaffee im Buena Vida und genießen die Sonne.
Der Wetterbericht sagt für Estepona und alles, was westlich ist, eher schlechteres Wetter vorher. Östlich von Marbella sieht es anders aus. Wir planen daher eine Weiße-Dörfer-Runde mit den vier Orten Ojén, Coín, Alhaurín el Grande und Mijas Pueblo. Sie liegen alle östlich von Marbella.
Die „Weißen Dörfer“ Andalusiens heißen auf Spanisch Pueblos Blancos und sind eine der bekanntesten Kulturlandschaften Südspaniens.
🏘️ Was sind die Weißen Dörfer?
Die Pueblos Blancos sind traditionelle Dörfer, deren Häuser weiß gekalkt sind. Sie liegen meist:
auf Hügeln oder Bergrücken
in Andalusien, besonders in den Provinzen Cádiz und Málaga
🎨 Warum sind sie weiß?
Das Weiß hat mehrere Gründe:
Hitzeschutz: Kalk reflektiert Sonnenlicht und hält die Häuser kühl
Tradition: Geht auf maurische und andalusische Bauweise zurück
🌄 Wofür sind sie bekannt?
1️⃣ Architektur & Ortsbild
enge, verwinkelte Gassen
kleine Plätze mit Brunnen
blumengeschmückte Balkone
weiß gestrichene Fassaden mit blauen oder grünen Fensterläden
2️⃣ Geschichte & Kultur
starke maurische Einflüsse (Al-Andalus)
viele Dörfer entstanden als Festungen oder Grenzorte
Mischung aus arabischer, jüdischer und christlicher Kultur
3️⃣ Lage & Ausblicke
spektakuläre Panoramablicke
oft Blick auf:
Olivenhaine
Täler
Schluchten
oder sogar das Meer
4️⃣ Lebensstil & Traditionen
ruhiges, entschleunigtes Leben
lokale Feste (Ferias, Semana Santa)
traditionelle Küche:
Ziegenkäse
Wildgerichte
Olivenöl
Sherry (v. a. in Cádiz)
Für unsere vier weißen Dörfer sagt das Internet:
🏘️ Ojén
Charakter: ruhig, ursprünglich, wenig touristisch Lage: in den Hügeln oberhalb von Marbella, Richtung Sierra Blanca
Bekannt für:
sehr authentisches Dorfleben
enge, steile Gassen und klassisches weißes Ortsbild
schöne Ausblicke auf die Küste
Nähe zur Natur (Wanderungen, Sierra Blanca)
Kurz gesagt: Ein echtes Pueblo Blanco ohne viel Trubel – ideal, wenn man das ruhige Andalusien sucht.
🏘️ Coín
Charakter: lebendig, lokal, landwirtschaftlich geprägt Lage: im Guadalhorce-Tal, weiter im Landesinneren
Bekannt für:
wichtiges regionalwirtschaftliches Zentrum
Orangen-, Zitronen- und Avocadoanbau
große Markthalle (Mercado de Abastos)
weniger „postkartenhaft“, dafür sehr echt
Kurz gesagt: Kein klassisches Postkarten-Dorf, sondern ein lebendiger Ort, in dem Andalusier wohnen und arbeiten.
🏘️ Alhaurín el Grande
Charakter: traditionell, aktiv, bodenständig Lage: ebenfalls im Guadalhorce-Tal, nahe Málaga
Bekannt für:
starke lokale Traditionen und Feste
gute Gastronomie mit andalusischer Küche
umliegende Olivenhaine und Landwirtschaft
Ausgangspunkt für Wanderungen
Kurz gesagt: Ein funktionierendes Dorf mit viel Alltagsleben, weniger touristisch, sehr andalusisch.
🏘️ Mijas Pueblo
Charakter: malerisch, touristisch, ikonisch Lage: hoch über der Costa del Sol
Bekannt für:
eines der berühmtesten Weißen Dörfer Andalusiens
spektakuläre Aussicht auf Meer und Küste
weiß-blaue Architektur, Blumen, kleine Plätze
traditionell (wenn auch umstritten): Burro-Taxis
Kurz gesagt: Das klassische Bilderbuch-Dorf – wunderschön, aber deutlich touristischer als die anderen.
In Ojén waren wir vor zwei Jahren schon mal, sodass wir uns dieses Mal darauf beschränken, an dem Ort vorbei zu fahren auf dem Weg nach Coín.
Blick auf Ojén
Von Coín sind wir enttäuscht, es hat so gar nichts von einem weißen Dorf. Auch eine Altstadt mit den typischen engen Gassen finden wir nicht wirklich (wir haben aber auch nicht intensiv gesucht). Vom einem Platz in Coín hat man zumindest eine Aussicht auf das Dorf bzw. eigentlich ist es, wie wir feststellen mussten, eine Stadt.
CoínBlick auf Coín
Coín hat mit ca. 22.000 Einwohner sehr viel mehr Einwohner als Ojén mit seinen ca. 4.800 Bürgern. Wahrscheinlich geht deswegen der Flair eines weißen Dorfes verloren. Wir fahren weiter nach Alhaurín el Grande, das mit ca. 28.000 Einwohnern nochmal größer ist. Wir finden keinen Aussichtspunkt außerhalb vom Ort, um eine schöne Panorama Aussicht zu genießen und auch hier sind wir bei der Suche nach einem Stadtkern mit nahegelegenem Parkplatz nicht erfolgreich und das, obwohl wir durch so enge Straßen fahren, dass rechts und links nur wenige Zentimeter Platz ist. Das letzte weiße Dorf ist Mijas Pueblo. Mit knapp 6.500 Einwohnern scheint es eher so wie Ojén zu sein. Und wir werden nicht so enttäuscht wie bei den letzten beiden Dörfern.
Am Touristenzentrum von Mijas PuebloAm Touristenzentrum von Mijas Pueblo
Der Ort ist sehr schön, aber auch sehr touristisch. Er liegt am Hang, sodass man ums Treppensteigen nicht herumkommt. Ab und an sieht man auch einen Aufzug, der einen von einer tieferen Gasse auf eine höhere bringt.
Treppe im Mijas Pueblotypische enge Gasse in Mijas Pueblo
Im Ort ist es ruhig, es ist kaum Leben in den Straßen. Die Geschäfte machen gerade erst auf. Neben Leder-Geschäften finden sich Souvenierläden, Cafés und Restaurants. Viel anderes gibt es nicht.
Plaza Virgen de la Pena von Mijas Pueblo mit einem wunderschönen Baum und dem Blick auf die Ermita del calvario (oben)
Man kann sich für 15 – 25 EUR mit einem Burro-Taxi durch den Ort fahren lassen. Dabei handelt es sich um Esel, die früher als Last- und Arbeitstiere genutzt wurden und später begannen, Touristen mit Droschken durch das Dorf zu ziehen. Abschließend fahren wir nach Hause mit dem Gedanken, Mijas Pueblo noch einmal zu besuchen, wenn etwas mehr los ist und der Ort nicht wie ausgestorben ist.
Unsere weiße Dörfer Runde
Nachmittags laufen wir zu Birdie auf einen Kaffee, ein Bananenbrot und einen Blaubeer-Muffin.
Abends bekommen wir vom Balkon wieder einen schönen Sonnenuntergang mit.
Nina schläft länger. Ich mache den Morgenspaziergang alleine und nehme die Drohne mit. Am Strand nahe unserem Appartement bietet sich die Gelegenheit sie steigen zu lassen.
Auch hier hat Sturm Francis seine Spuren hinterlassen. Am Strand ist viel Gestrüp angespült worden. Auch der Bach, der am Malva Beach Restaurant ins Meer fließt, ist mit Wasser gefüllt und hat Teile des Strandes weg gespült. Wir haben bisher noch nie so viel Wasser im Bach gesehen.
Gestrüp am Strand
Hier fließt der Bach ins Meer
Nach Sonnenaufgang
Nach Sonnenaufgang
Nach Sonnenaufgang
Nina ist zwischenzeitlich auch aufgestanden und schaut sich den Sonnenaufgang vom Balkon aus an.
Sonnenaufgang vom Balkon
Nach dem Frühstück fahren wir nach San Pedro Alcátara und laufen dort an der Promenade entlang.
Der Weg nach San Pedro de Alcántara
Promenade von San Pedro de Alcántara
Blick auf den Strand und das Meer
Entlang der Promenade schließt sich ein Café/Restaurant an das nächste an.
Cafés an der Promenade
Wir kehren zum Frühstück im ÁMMO, einem Beach Club & Cocktail Bar ein. Früchte mit Joghurt und Müsli: Erste Klasse. Kaffee: gut, aber überteuert. Ausblick: genial.
Frühstück im ÁMMO
Der Ausblick ist toll und die Sonne trägt dazu bei, dass unsere Stimmung steigt.
Ausblick beim Frühstück
Am Nachmittag laufen wir zum Ikigai nach Estepona um dort einen Nachmittagskaffee zu trinken. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm. Trotzdem bin ich überrascht, wie viel heute hier los ist. Ich hatte gedacht und auch gehofft, dass jetzt, nach der Weihnachts-Ferienzeit, wieder mehr Ruhe einkehrt. Den Sprachen nach zu urteilen, sind hauptsächlich Spanier, Skandinavier und Polen/Russen/Ukrainer unterwegs.
Bei unserem Morgenspaziergang können wir die Auswirkungen vom Sturm der letzten Tage sehen. Francis hat wieder Sand vom Strand weg gespült.
Furche durch den Strand durch abfließendes Wasser
Hier fehlt der Sand komplett auf einer Höhe von 20.30 cm und einer Länge von 200 m
Auch hier eine Furche durch abfließendes Wasser
Die Mauer ist unterspült worden auf einer Länge von 15 m
Heute kommt die Sonne durch. Der Sonnenaufgang ist zunächst noch etwas diesig.
Sonnenaufgang
Sonnenaufgang
Sonnenaufgang
Sonnenaufgang
Der heutige Tag ist fast wolkenlos und sonnig und es ist auch wieder etwas wärmer mit 18 Grad. Am Nachmittag genießen wir auf der Terrasse vom La Buena Vida einen Kaffee und ein Glas Wein mit Blick auf das Meer. Wir sitzen ohne Jacke, in der Sonne ist es angenehm warm. So muss das sein. 🙂
Heute ist Sonntag, die letzten Tage war es wieder sehr regnerisch und stürmisch. Teilweise mit überschwemmte Straßen. Berichte in den Medien aus den Nachbarorten waren ähnlich: Überflutete Straßen, Tunnel, Tiefgaragen. Bei uns direkt vorm Haus stand der Kreisverkehr gestern für die Zeit von ca. 30 Minuten teilweise unter Wasser. Das Wasser floss aber schnell ab. Hier der Eindruck, wie es auf unserem Balkon aussah:
Die Wolkenlage vom Samstag zeigt, dass frühestens am Montag mit einer Besserung zu rechnen ist.
Regenwolken und Gewitter sind im Anflug
Auch heute regnet es. Es soll den ganzen Tag so bleiben.
Aussichten für heute und die kommende Woche
Ab morgen sieht das Ganze dann deutlich besser aus. Die Vorhersage sagt fast wolkenlosen Himmel für die ganze Woche vorher. Temperaturen tagsüber zwischen 12 und 17 Grad. Die Erfahrung zeigt, dass es in der Sonne deutlich wärmer ist. Wir freuen uns darauf, wieder im Café in der Sonne zu sitzen und einen Kaffee zu trinken.
Wolkenlose Aussichten für die kommende Woche
Wir haben von William, unserem Hausmeister, vergangene Woche Avocados und Zitronen von der eigenen Plantage geschenkt bekommen. Nina nutzt das schlechte Wetter, um die Zitronen zu verarbeiten. Sie möchte eine Zitronen-Mascarpone-Mousse machen.
Wir sind gut ins neue Jahr gestartet. Der gestrige Tag war wettertechnisch durchwachsen mit Hang zum Regen. Nina und ich sind beide aufgeblieben. Nina hat sich astrologisch auf 2026 vorbereitet und ich habe einen YouTube Kanal für mich erstellt. Da gibt es nun die Drohnen-Videos zu sehen. Erstaunlich, wie ChatGPT dabei unterstützen kann. Im Grunde ist alles, was es in dem Kanal gibt, auf Basis von dieser KI entstanden. Ich beschreibe mit wenigen Worten, was in dem Video zu sehen ist und ChatGPT gibt mir die Überschrift, die Beschreibung, die Stichworte, auf deutsch und englisch,… kurz, alles, was YouTube an Informationen haben möchte, sodass der Kanal auch von anderen Personen gefunden wird. Selbst den Namen und das Banner ist von ChatGPT. Hier der Link: https://www.youtube.com/@silentflightsbyralf
Um Mitternacht sind wir auf unsere Dachterrasse gegangen und haben von dort das Feuerwerk über dem Strand und der Stadt angesehen.
Feuerwerk über EsteponaFeuerwerk über EsteponaFeuerwerk über Estepona
Nach ca. 15 Minuten war alles vorbei. Wir sind ins Bett und auch gleich eingeschlafen. Um 01:00 sind wir aber wieder wach geworden, weil laute Musik bis in unser Schlafzimmer vorgedrungen ist. Knapp 200 Meter von unserer Unterkunft entfernt ist das Kongresszentrum von Estepona. Dort ging richtig die Post ab. An Schlafen war nicht zu denken. Glücklicherweise war um 07:00 Uhr dort Schluss, sodass wir noch ein paar Stunden in den Vormittag hineinschlafen konnten. Und wir haben natürlich auch ganz gediegen einen Mittagsschlaf gemacht. Wenn wir uns richtig erinnern, hatten wir vor einem Jahr dieselbe Erfahrung mit der Party. Damals waren wir noch näher dran als dieses Jahr. Das Wetter: Bewölkt mit Regen bei 14 Grad. Nicht so gemütlich.
Der Wetterbericht sagt, dass es ab dem späten Vormittag regnen wird und der Regen bis morgen Nachmittag anhalten wird. Unser Morgenspaziergang findet auch schon bei starker Bewölkung statt. Er endet im Café Birdie. Hier waren wir letzten Jahr häufiger, weil es nahe unserer damaligen Unterkunft gelegen ist. Dieses Jahr sind wir zum ersten Mal hier und die Kellnerin erkennt uns wieder 🙂 . Das Frühstück ist super und vergleichsweise preiswert. Im Anschluss fahren wir zu Carlos, um uns wieder mit frischen Obst und Gemüse (und natürlich Grünkohl) einzudecken. Kaum verlassen wir Carlos‘ Plantage fängt es an zu regnen – Alles richtig gemacht also.
Das Wetter hält, was die Vorhersage verspricht
Vorhersage für die kommenden Stundenaktuelles Wolkenradar
Am Abend, gegen 21:15 Uhr haben unsere Telefone noch folgende Nachricht erhalten:
Zivilschutzwarnung
Zivilschutzwarnung aktiviert – rote Warnstufe. Angesichts dieser Situation: Äußerste Vorsicht walten lassen, unnötige Fahrten vermeiden. Überqueren Sie keine überschwemmungsgefährdeten Gebiete und beachten Sie Verkehrssperren. Führen Sie keine Aktivitäten in Flussbetten oder deren Nähe durch. Wenn Sie sich in einem überschwemmungsgefährdeten Gebiet befinden, suchen Sie höher gelegene Bereiche auf oder gehen Sie in ein höheres Stockwerk. Beachten Sie die Empfehlungen von 112 – Außergewöhnliches Risiko durch Regen unter: Nationales Warnnetz – EMA – Notruf 112
Der Morgen ist wolkenverhangen, sodass wir uns erst später auf zu unserem Spaziergang machen. Nach dem Frühstück fahren wir nach Puerto Banús. Hier haben wir vor zwei Jahren gewohnt und der Ort, vor allem der Hafen, hat ein ganz besonderes Flair. „Die Reichen und die Schönen“. Heute ist davon allerdings nicht viel zu sehen. Wir laufen vor der Öffnung der Läden durch den Hafen. Drehen die Runde zum Leuchtturm, so wie vor zwei Jahren morgens sehr häufig. Erinnerungen werden wach. Auch and einige Yachten, die im Hafen liegen.
Segelyacht im Hafen
und noch ein paar andere Yachten
Mit dem Bentley vorfahren und dann auf die Yacht
Yachten
Auf dem Weg rund um den Hafen kommen wir auch an dem Stand vorbei, an dem wir damals häufig gelegen sind und Sonne getankt haben und auch ab und zu im Wasser waren. Von dem Strand hat man einen schönen Blick auf La Concha, den Berg, der so aussieht wie eine Muschel. Heute ist hier wenig los, auch die Liegen und Sonnenschirme sind bereits über den Winter abgebaut.
La Concha
Blick auf den Hafen von Puerto Banús
Yachthafen
Den restlichen Tag verbringen wir in Ruhe. Am Nachmittag gehen wir wieder auf einen Kaffee und ein Glas Wein ins La Buena Vida. Der Wetterbericht für das Wochenende sieht nicht gut aus: Dauerregen, dazwischen mal ein Gewitter. So nutzen wir heute nochmal die Sonne aus, die am späten Vormittag durchkommt. Im Buena Vida genießen wir ihre letzten Strahlen – fast hätte mach das Gefühl, man könnte wieder die kurze Hose anziehen. Aber kaum ist die Sonne weg und die ersten Wolken kommen, wird es kalt und wir sind froh, uns für die langen Hosen entschieden zu haben.
Zum Sonnenaufgang fahren wir zum Aussichtspunkt zwischen Gibraltar und Tarifa. Von dort haben wir einen schönen Blick über die Straße von Gibraltar und auf Marokko sowie Ceuta. Leider ist es wolkig, sodass wir einen nicht ganz so schönen Sonnenaufgang erleben, wie wir gehofft hatten.
Sonnenaufgang über der Straße von GibraltarSonnenaufgang über der Straße von GibraltarSonnenaufgang über der Straße von GibraltarSonnenaufgang über der Straße von GibraltarSonnenaufgang über der Straße von GibraltarSonnenaufgang über der Straße von GibraltarSchiffe in der Straße von Gibraltar
MarineTraffic zeigt auch recht schön an, welche Schiffe wir da sehen, bzw. gerade in der Straße von Gibraltar unterwegs sind.
MarineTraffic zeigt die Schiffe an
Da wir schon fast bei Tarifa sind, fahren wir noch die restlichen 10 km, um von einer anderen Stelle nochmal auf die Meerenge zu schauen. Wir kommen am Hafen an und können beobachten, wie die Fähren nach Tanger in Marokko beladen werden, inklusive Warteschlange bei der Ausreise/Passkontrolle.
Eine FähreAutoschlange bei der Ausreise aus Spanien bzw. der EU.Da geht es dann rein in den Fähr-BauchFähre nach Tanger
Wir fahren weiter zum Strand von Tarifa. Wir waren in den letzten Jahren immer wieder einmal hier, weil wir es hier so schön finden. Dieses Mal steht der Strand allerdings unter Wasser und vom Sand ist nicht so viel zu sehen.
Der Strand von Tarifa
Die Drohne kann einen schönen Eindruck vermitteln:
Strukturen aus 100 m HöheDrohnenpilot
Es ist zwischenzeitlich fast Mittag und wir haben noch nicht gefrühstückt. So machen wir auf dem Rückweg Halt in Sotogrande, um dort im Foodisiac ein spätes Frühstück zu genießen. Auch hier waren wir letztes und vorletztes Jahr schon mal. Die Gegend um den Hafen ist eindrucksvoll, wenn vor den Häusern die Yachten liegen.
SotograndeSotograndeWandmalerei im Restaurant
Hier die ganze Tour: Estepona – Mirador del Estrecho mit Aussicht auf die Straße von Gibraltar – Tarifa – Sotogrande – Estepona
Nach ein paar kalten, windigen und regnerischen Tagen meint es der Wettergott heute gut mit uns. Sonne pur, vom Morgen bis zum Abend. Temperaturen tagsüber um 16 Grad, in der Sonne gefühlt wie 24 Grad. Wir starten unseren Spaziergang, heute mit Mütze, wir wollen noch ein paar Selfies machen.
Feliz Navidad
Noch etwas frisch am Morgen: 8 Grad
Passt der weiße Bart?
🙂
Den Tag verbringen wir mit faulenzen. Nachmittags gehen wir auf einen Kaffee ins La Buena Vida. Zum Abend hin schwingt Nina ein wenig in ihrem Schwingsessel und genießt die letzten Sonnenstrahlen.
Schwingen im Schwingsessel
Nach dem Abendessen gehen wir los nach Estepona, wir wollen uns die Weihnachtsbeleuchtung ansehen. Auf dem Hauptplatz ist richtig Party. Uns überrascht wieder einmal, dass die Spanier sich nicht nach dem Wetter anziehen, sondern nach dem Anlass. So sehen wir entsprechend gut angezogene Personen, teilweise nur leicht bekleidet.
Blick auf Estepona, kurz nach Sonnenuntergang
Weihnachtsbeleuchtung
Weihnachtsbeleuchtung
Weihnachtsbeleuchtung
Weihnachtsbeleuchtung – das gefällt uns jetzt nicht so
Der heutige Tag fängt so an wie der gestrige: starker Wind und laute Brandung. Unseren Morgenspaziergang machen wir am Vormittag, nach dem Frühstück, von Sonne und den Sonnenaufgangsfarben ist nichts zu sehen. An der Stelle des Spazierganges angekommen, an der wir normalerweise über den Strand laufen, sind wir überrascht.
Über den Strand laufen ist heute nicht möglich, die Wellen schlagen bis zur Mauer. Auch sonst hat die Natur gezeigt, wie stark sie ist:
da fehlt der Strand
Eigentlich ist der Strand hier ca. 60 cm höher, also da, wo es oben weiter geht. Doch der Sand fehlt, die Wellen haben auf mehrere hundert Meter den Strand abgetragen.
Brandung
Immer mal wieder kommt die Sonne durch, nach ein paar Minuten ist sie aber jedes Mal wieder hinter Wolken verschwunden. Die meiste Zeit heute ist sie nicht zu sehen. Zumindest die Temperatur ist angenehm. Zum Sonnenaufgang 16 Grad, bei unserem Spaziergang sind es dann schon 18 Grad. Mehr als 20 Grad werden es heute nicht. Der starke Wind trägt dazu bei, dass die sich die Temperaturen niedriger anfühlen.
da kommt die Sonne durch
Während wir auf dem oberen Strand stehen, kommt eine große Welle auf uns zu. Wir können nicht schnell genug ausweichen.
nasse Jeans, nasse Schuhe, nasse Socken. Selbst die Unterhose hat was abbekommen
Die Schuhe sind richtig nass. Damit wir sie morgen wieder anziehen können hilft nur ein Heizlüfter.
Schuhe trocknen
Zum Abend nimmt der Wind ab und auch die Brandung wird leiser.
Nicht immer scheint die Sonne, lt. Wettervorhersage ist ein atlantisches Sturmtief mit Sturmböen im Anflug. Die ersten Ausläufer des Tiefs sind bereits angekommen. Wir wachen früh auf durch lauten Geräusche: Den Wind, der durch die Bäume weht und auch durch die Brandung. Beides ist nicht zu überhören. Den Morgenspaziergang lassen wir heute ausfallen.
Die Wettervorhersage sagt frühestens am Dienstag eine Besserung vorher. Einziger Lichtblick: Es sind 17 Grad. Am Nachmittag schauen wir ins La Buena Vida, ob sie bei dem Wetter geöffnet haben. Haben sie – man sitzt dort sogar recht windgeschützt. Ein Kaffee geht immer 🙂
Kaffee bei Windstille
Solch eine Brandung hatten wir bisher hier noch nicht
Wir sind in Spanien, also warum nicht mitmachen bei der spanischen Weihnachtslotterie? Gesagt – getan und Lose gekauft.
Los der spanischen Weihnachtslotterie
Was ist an dieser Lotterie so besonders? Das Internet kennt die Antwort:
Die spanische Weihnachtslotterie („Lotería de Navidad“)“ ist eine der ältesten, größten und beliebtesten Lotterien der Welt. Sie findet jedes Jahr am 22. Dezember statt und gilt in Spanien als fester Teil der Weihnachtskultur – vergleichbar mit einem nationalen Feiertag.
🎄 Was macht die spanische Weihnachtslotterie besonders?
⭐ 1. Die größte Lotterie der Welt (nach ausgezahlten Gewinnen)
Jedes Jahr werden über 2,5 Milliarden Euro ausgeschüttet.
Der Hauptgewinn heißt „El Gordo“ („Der Dicke“).
⭐ 2. Das Los-System – „Número“, „Décimo“, „Participación“
Die Lotterie funktioniert anders als deutsche Lotterien:
Ein Los besteht aus einer 5-stelligen Nummer (00000–99999).
Jede Nummer wird mehrfach verkauft (normalerweise 180×). Darum können viele Menschen den gleichen Hauptgewinn teilen.
Arten von Losen:
Billete (Ganzes Los, 200 €)
Décimo (1/10-Los, 20 € → häufigste Variante)
Participación (z. B. 5 €-Anteile, oft von Bars, Vereinen, Firmen)
📌 Du kaufst also nicht zufällig – du kaufst eine konkrete Nummer.
💶 Gewinne & Verteilung
Die wichtigsten Gewinnklassen:
Gewinnklasse
Name
Gewinn (pro Décimo)
1. Preis
El Gordo
400.000 €
2. Preis
Segundo
125.000 €
3. Preis
Tercero
50.000 €
4. Preis
Cuarto
20.000 €
5. Preis
Quinto
6.000 €
🎯 Die kleinen Gewinne (Reintegros)
Wenn die letzte Ziffer deiner Nummer mit der letzten Ziffer des „Gordo“ übereinstimmt, bekommst du 20 € zurück (also den Einsatz eines Décimos).
Insgesamt fallen über 15.000 Gewinne an – deshalb gelten die Chancen als vergleichsweise gut, irgendetwas zu gewinnen.
🎤 Die Ziehung – eine nationale Tradition
Die Ziehung wird stundenlang im Fernsehen übertragen. Besonders berühmt sind die Kinder des Colegio San Ildefonso, die singend die Gewinnzahlen verkünden.
🧠 Warum kaufen so viele Spanier Lose?
Tradition: Familien, Firmen, Bars kaufen oft gemeinsam die gleiche Nummer.
Soziale Komponente: Man „teilt das Glück“ – falls jemand gewinnt, gewinnt die ganze Gruppe.
Emotionale Bedeutung: Viele Menschen kaufen jedes Jahr dieselbe Nummer („ihre“ Nummer).
Also Daumen drücken am 22.12. 🙂
Nachtrag mit Datum 21.12.: Zwischenzeitlich haben wir aus Deutschland weitere Anfragen zum Kauf von Losen erhalten, sodass wir Stand heute, 21.12. insgesamt ein ganzes Los und zwölf Décimos haben. Wir haben Lose für uns alleine, mit Freunden zusammen, für Freunde und für Freunde von Freunden gekauft.
Inga möchte etwas vom Hinterland sehen, nicht nur Stadt und Strand. So planen wir heute nochmals die Tour am Stausee zu machen, die Gegend kennen wir und denken, dass es genau das Richtige für sie ist. Doch zuvor der Spaziergang am Strand zum Sonnenaufgang. Nina schläft länger, sodass Inga und ich alleine Richtung Hafen von Estepona gehen. Nach dem schlechten Wetter der letzten Tag und dem vielen Wind verspricht der heutige Tag deutlich besser zu werden. Zum Sonnenaufgang ist kaum eine Wolke zu sehen und es ist windstill.
Palmen zum Sonnenaufgang
Tolle Farben
Fast wolkenlos
Inga fotografiert den Sonnenaufgang
Da kommt sie durch, die Sonne
Nina ist zwischenzeitlich auch wach, daher laufen wir zurück.
Kaum ist die Sonne da, wird es auch gleich wärmer
Nach dem Frühstück geht es los. 25 Minuten Fahrt und wir sind am Startpunkt der Wanderung angekommen. Gleich auf den ersten Metern hat man den klasse Blick auf La Concha, Ninas Lieblingsberg. Dieses Mal auch ohne Wolken.
Pico de la Concha
Wir kennen den Weg, wir sind hier heute zum dritten Mal.
Am Anfang eine breite Straße
Der Mittelteil der Wanderung ist eher ein Trampelpfad
und auch kurzzeitig im Schatten
Inga und der Stausee
Der Stausee und la Concha
Die Drohne kommt auch zum Einsatz:
Die Tour am Ende: eine Stunde, vier Kilometer und 70 Höhenmeter
Unsere heutige Wanderung
Zurück am Appartement steht Mittagessen auf dem Programm, anschließend ein wenig in der Sonne entspannen. Nina hat von Inga und Claudio eine Hängematte zum Geburtstag geschenkt bekommen. Nach dem schlechten Wetter der letzten Tage ist heute die Gelegenheit: Auf Baumsuche gehen und die Hängematte ausprobieren.
🙂
versteckt
Den Abend lassen wir bei einem Glas Wein gemütlich ausklingen.
Inga ist gestern gekommen um mit Nina zusammen ihren Geburtstag zu feiern und auch um ein wenig aus der deutschen Nebelsuppe rauszukommen und die Sonne zu genießen. Der heutige Tag fängt dann auch, wie immer, mit einem Sonnenaufgangs-Spaziergang am Strand an. Es ist windig und mit 9 Grad doch etwas frisch.
Kurz vor Sonnenaufgang
Inga und Nina
Kaum ist dann aber die Sonne draußen wird es warm. Auf dem Rückweg ist es schon deutlich wärmer, als auf dem Hinweg. Nach dem Frühstück fahren wir zu Carlos, Zu Hidden Flavours, dem Bio-Bauern, von dem wir wöchentlich unser Obst und Gemüse beziehen. Carlos hat in den letzten zwölf Monaten immer mehr Produkte in sein Sortiment aufgenommen. Aktuell hat er auch 25 Hühner, die innerhalb der kommenden zwei Wochen auf 75 aufgestockt werden sollen.
Maracuja – schmecken traumhaft
pinker Grünkohl
klassischer Grünkohl
Wir kennen Grünkohl aus Deutschland als typischen Winteressen, meist im Norden der Republik. Wir fragen Carlos, ob es in der spanischen Küche auch was typisches mit Grünkohl gibt, Er meint, eher nicht, 80% der Kunden, die den Grünkohl kaufen sind Nicht-Spanier.
Brokkoli
Blumenkohl
Rotkohl
Ochsenherz-Tomaten? Heißen die in Spanien auch so? Noch nicht ganz reif
Unser Morgenspaziergang zeigt heute neben dem Sonnenaufgang auch ein schönes Sonnenlicht auf einer Wolkenfront über den Bergen.
Sonnenaufgang um 08:13 Uhr bei 11 Grad
Sonnenstrahlen auf Wolken
Palme – sieht richtig dramatisch aus
Gegen Mittag starte ich zu einer kleinen Berg-Fahrrad-Tour. Nach den Erfahrungen der letzten Touren habe ich eine einstündige Tour geplant mit 180 Höhenmetern. Also eher kurz, dafür aber mit An- und Abfahrten. Am Anfang sieht es auch ganz gut aus.
Fahrradweg
Doch wieder macht mir die Komoot-App einen Strich durch die Rechnung und der eingezeichnete Weg ist nicht befahrbar. Ich schiebe das Rad durch eine 100 Meter lange Engstelle (links ein Zaun, rechts hoch gewachsenes Schilf) in der Hoffnung, dass es danach, wie eingezeichnet, weiter geht.
Fahrradweg??
Leider ist dem nicht so. Also zurück und dann improvisieren. Am Ende ist es ja egal, wo ich fahre, Ziel ist ja, ein wenig Bergfahren zu üben.
Die gefahrene Tour
Links oben wäre es auch noch weiter gegangen. Ich kehre um, weil dort zwei freilaufende Hunde auf der Straße sind sind und den vorbeifahrenden Autos und Motorrad Fahrern nachlaufen. So sind es am Ende: 39 Minuten unterwegs, 9,3 km gefahren und 110 Höhenmeter trainiert. Das Höhenprofil zeigt, dass es immer auf und ab geht und es sich bei der Hinfahrt nicht um einen kontinuierlichen Aufstieg handelt und es bei der Rückfahrt nicht stetig bergab geht.
Höhenprofil
Am Abend gehen wir ins Zentrum. Teresa hat uns zu einem Konzert eingeladen, bei dem sie mitspielt. Sie spielt Laute.
Konzert-Plakat
Es war echt schön. Auch von der Location. Recht klein und übersichtlich. Ca. 20 Stücke werden gespielt und gesungen. Auf dem Weg nach Hause kommen wir an den Brunnen vorbei, die Abends in verschiedenen Farben beleuchtet sind.